Transsibirische Eisenbahn

Unendliche Weiten

Für viele Menschen ist eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn – der Transsib – ein Kindheitstraum. Mit ihr die Kontinente zu durchkreuzen, ist für sie der Himmel auf Erden. Sie wollen die Weite erleben, wollen endlose Wälder sehen, einsame Berge und Seen. Sie wollen spüren, wie groß die Erde ist. Auf der Transsib geht das. Sie ist die längste Eisenbahnstrecke der Welt. Wer in Moskau steht und an den Schienen nach Osten blickt, der schaut direkt auf den Pazifik. Fast 10 000 Kilometer entfernt und doch durch den eisernen Strang verbunden. Die Transsib verbindet wie eine pulsierende Ader Europa und Asien. Bevor der legendäre und traditionelle Zug – eine Reise von Moskau an den Pazifik dauert gut sechs Tage – auf die Zielgerade im fernen Osten einbiegt, fährt sie am Baikalsee entlang.

Atemberaubende Natur

Der tiefste (zirka 1600 Meter) und älteste (25 Millionen Jahre) Süßwassersee der Welt ist als „russisches Galapagos“ sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt worden. Der Baikalsee und seine Region werden derzeit touristisch erschlossen: Es sind dort „Tourismuszonen“ eingerichtet worden, ein Wanderweg rund um den See entsteht gerade.

Übrigens: Selbst von Deutschland aus kann man sozusagen direkt in die „Transsib“ einsteigen und am Baikal wieder aussteigen: Von Berlin fahren zwei direkte Züge. Der eine endet in Irkutsk, keine 50 Kilometer vom Baikalsee entfernt. Der andere fährt an der südlichen Küste des Baikalsees entlang weiter bis nach Wladiwostok. Wer sich das Essen direkt bei Verkäuferinnen auf dem Bahnsteig kauft und nicht im Kiosk oder Zug, kann Geld sparen und Land und Leute direkt erleben.