Tibetbahn

Auf Schienen durch das Dach der Welt

Eine weitere Bahnfahrt, die einen zu einem grandiosen Stück Erde führt, ist die Tibetbahn nach Lhasa. Sie verbindet die chinesische Stadt Xining und Lhasa, die Hauptstadt von Tibet, und durchquert dabei nichts Geringeres als den Himalaja, das „Dach der Welt“. Kein Wunder also, dass es auf der rund 2000 Kilometer langen Strecke durch das höchste Gebirge der Erde von Rekorden nur so wimmelt: Die Tibetbahn passiert den höchsten Bahnhof der Welt, fährt durch den höchsten Tunnel der Welt, und knapp die Hälfte der Strecke verläuft in mehr als 4000 Metern über dem Meeresspiegel. Das macht die Strecke noch vor der Andenbahn zur höchsten Strecke der Welt.

Erhabene Bergewelt durchs Abteilfenster

Alle Rekorde aber verblassen vor dem erhabenen Naturschauspiel, das sich vor den Reisenden ausbreitet. Weite Täler, karge Berge, Yakherden, Gletscher und hohe Gipfel. Wer in Peking eingestiegen ist, hat nach rund 48 Stunden und vielen atemberaubenden Ausblicken sein Ziel erreicht: die legendäre Stadt Lhasa – was in der tibetischen Sprache „Götterort“ bedeutet.

Übrigens: Von Juli bis Ende September ist in Tibet Regenzeit. Deshalb ist der Dezember eine gute Reisezeit für die Tibetbahn: Es ist zwar kalt, vor allem nachts. Der Ausblick auf die grandiose Bergwelt ist durch Wolken nicht getrübt. Ein weiteres Plus für den Dezember: Das tibetanische Neujahresfest ist das wichtigste Fest im Jahreslauf der Tibeter. Ein Tipp für Reisende: Einen „Soft-Sleeper“ buchen und Snacks und Teebeutel mitnehmen. Die Verpflegung im Zug ist bisweilen rustikal. Dennoch ist der Zug klimatisiert und mit einem Druckausgleich gegen die Höhenkrankheit ausgestattet.